November 2017
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Öffnungszeiten:

Samstag 9.00 - 12.00 Uhr
Sonntag 9.00 - 12.00 Uhr

oder nach telefonischer

Vereinbarung unter
0664 32 66 850

Führungen bitte anmelden.

 

Eintrittspreise:

Erwachsene € 5,00
Senioren € 4,00
Schüler/Jugendliche € 3,00
Gruppen
(ab 10 Pers.)
€ 3,00

 

Adresse:

Josef-Reither-Museum
Josef-Reither-Straße 16
A-3442 Langenrohr

Österreich

Josef Reither

(* 26. Juni 1880 in Langenrohr (Niederösterreich); † 30. April 1950 in Tulln)

 

Buch web Weiter Informationen
finden Sie im Buch
"JOSEF REITHER UND SEINE ZEIT
CD Hlle vorne

Zeitgeschichte auf DVD
in Bild und Ton.
Erleben Sie diese

interessante
Zeit. ca. 5,8min.

 

Josef Reither war Bauer und bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Mitglied der Christlich-Sozialen Partei. Der christlich-soziale Politiker war überzeugter Funktionär des Ständestaates. Zuerst war er Funktionär bei der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer, 1925 wurde er deren Präsident

 

Josef Reither galt als markante Persönlichkeit des politischen Lebens in Niederösterreich (Christlich-Soziale Partei, ÖVP). Er verhielt sich stets kompromissbereit und suchte auch in den harten Auseinandersetzungen der frühen 1930er Jahre die Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten. Er war ab 1928 Obmann des niederösterreichischen Bauernbundes. Im Kabinett Schuschnigg I war er vom 29. Juli 1934 bis 17. Oktober 1935 Minister für Land- und Forstwirtschaft.

 

Insgesamt dreimal bekleidete Reither das Amt des Landeshauptmannes (31. Juli 1931 bis 19. Mai 1932, 18. Mai 1933 bis 12. März 1938 und 15. Oktober 1945 bis 4. Mai 1949. Nach dem Anschluss Österreichs wurde er 1938 ins Konzentrationslager Dachau eingewiesen und dort im Juli 1941 wieder entlassen. Da er von den Beteiligten des 20. Juli 1944 als Politischer Beauftragter im Wehrkreis XVII (Wien) benannt worden war, wurde er zwei Tage nach dem gescheiterten Attentat in Wien festgenommen. Zunächst wurde er ins KZ Ravensbrück verbracht und von dort in das Zellengefängnis Lehrter Straße überstellt. Reither überlebte und begab sich im Sommer 1945 wieder nach Österreich.

 

1938 wurde Reither als einer der ersten österreichischen Politiker in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Er war auch Insasse des Lagers Ravensbrück und kehrte erst im Herbst 1945 nach Österreich zurück. Wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm er von Leopold Figl wieder das höchste Amt im Land Niederösterreich, das er bis 3. Mai 1949 innehatte. Er war Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.H.V. Franco Bavaria Wien im ÖCV und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Er starb knapp ein Jahr nach seinem Rücktritt in Tulln.

 

Reithergrab web

 

Weitere Informationen im Zusammenhang mit der Zeit von Josef Reither finden Sie im Dollfußmuseum in A-3242 Texing und im Figl-Museum in A-3451 Michelhausen

 

Urkunde zur verleihung des Ehrenbürgerrechtes der Stadt Tulln 

Ehrenbuergerrecht-Josef-Reither web